Vergangenes Wochenende fanden die Nordwestdeutschen Meisterschaften in der Alterskategorie U18 im Lintorfer Volleydome statt. Als Ausrichter verpasst Lintorf das Treppchen nur knapp und kann als Vierter zufrieden auf das Turnier zurückblicken.
Schon am Freitagabend versammelten sich die Spieler so wie einige Helfer zum Aufbau in der Sporthalle. Durch diverse Dekorationen erstrahlte die Halle in einem ganz besonders schönem Licht und allmählig stieg die Vorfreude auf das Wochenende. Nachdem am Samstagmorgen die ersten Teams ihren Weg in die Halle fanden, begrüßte Sabine Henschen als Vorstandsvorsitzende alle Teilnehmer und die ersten Spielpaarungen wurden verkündet. Die Heimmannschaft war folglich in einer Gruppe mit dem TC Hameln und dem TVG Gieboldehausen. Das erste Spiel gegen Hameln begann mit ein paar Startschwierigkeiten. Das Team um Trainerduo Erika und Ewald konnte zwar siegen, jedoch konnte die mögliche Leistung nicht perfekt abgerufen werden. Im zweiten Durchgang gegen die Mädels aus Gieboldehausen war die Kampfbereitschaft auf dem Feld höher und die Aufschläge härter, sodass auch dieses Spiel klar an den VfL ging. Somit wurde Lintorf Gruppensieger und bestritt die Zwischenrunde in einer neuen Vierergruppe mit dem SV Bad Laer, Bremen 1860 und dem Geestemünder TV. Den Mädels war klar: Sie müssen mindestens Gruppenzweiter werden, um ein Halbfinalspiel erreichen zu können. Leider konnte die Mannschaft das erste Spiel gegen Bad Laer nicht für sich entscheiden, da auch trotz lauter Lintorfer Fans die Bad Laerer spielerisch einen Tick besser waren. Im letzten Spiel des Tages gegen Bremen hat dafür alles gestimmt. Harte Aufschläge, die die Gegner unter Druck setzten gepaart mit einer stabilen Annahme führten die Lintorferinnen zum Sieg. Sonntagmittag starteten dann die wirklich wichtigen Spiele. Angefangen hat der Tag mit dem Spiel gegen Geestemünde. Auch hier hat jeder seinen Job gut erledigt, sodass ein schneller 2:0 Sieg nicht fern war. Die Freude war groß, denn im Vorfeld hat sich das Team nicht erträumen können, den Einzug in das Halbfinale zu schaffen. Ein spannendes Halbfinale lieferte sich Lintorf mit dem SV Union Lohne. Trotz sehr lauter Unterstützung und dem Willen, dieses Spiel zu gewinnen, konnten die Mädels vom VfL unter anderem wegen einer zu unstabilen Annahme nicht mit einem Sieg aus dieser Partie herausgehen. Im Spiel um Platz drei wollten es die Lintorferinnen allen jubelnden Fans und vor allem sich selbst beweisen, wie viel in ihnen steckt. Gerade gegen Bad Laer, auf den der VfL nun zum zweiten Mal innerhalb des Turniers traf, wollten sie sich nicht so einfach geschlagen geben. Nach einem durchwachsenen ersten Satz war dies nun die letzte Chance, um die Bronzemedaille zu kämpfen. Gerade dieser Kampfgeist den die Mädels an den Tag legten, machte es den Bad Laererinnen schwer, sich gegen Lintorf durchzusetzen. Eine bewegliche Abwehr, präzises Zuspiel und Angriffe gerade über Außen durch Malin Hörsemann prägten dieses Spiel. Trotz drei Satzbällen fehlte es Lintorf ein bisschen am Glück, sodass auch der zweite Satz unglücklich an den SV Bad Laer ging, welcher mit Spielerinnen antrat, die alle mindestens Landesliga spielen und teilweise mit Spielerinnen, die schon Regionalliga Erfahrungen haben, während Lintorfs Team aus einem großen Teil Bezirksklassespielerinnen besteht, drei Bezirksligaspielerinnen und lediglich zwei Landesligaspielerinnen, von denen nur eine bereits Drittligaerfahrungen hat.
Am Ende des Tages wurde der SV Raspo Lathen deutlich Nordwestdeutscher Meister. Lintorf drückt Lathen und Lohne bei der Deutschen Meisterschaft in Potsdam die Daumen. Zum Schluss erfolgte die Siegerehrung unter Worten von Sabine Henschen sowie dem Bürgermeister aus Bad Essen Timo Natemeyer. Ein besonderes Lob gilt den unzähligen Fans und Zuschauern, die Lintorf bei jedem Punktestand nach vorne getrieben haben, nicht aufhörten, an die Mannschaft zu glauben und die Atmosphäre in der Lintorfer Sporthalle zu einer ganz besonderen machten. Ebenfalls danke an die fleißigen Helfer, die Trainer, den Vorstand, die Ausrichter und das Catering Team die geholfen haben, dieses Wochenende für alle so toll zu gestalten.
Für den VfL spielten: Anna Peithmann, Denise Klausjürgens, Gillian Depker, Jana Goldstein, Malin Hörsemann, Mirjam Rohdenburg, Nellira Schäfer, Nellis Haremsa, Rahel Henrichs, Sina Schlömann, Sophia Elsner, Stella Helms, Yasmin Honerkamp und Melanie Weinmeister.