Die 1. Damen-Mannschaft in der Saison 2020/2021 - Regionalliga Nordwest

 

Und plötzlich war die Saison vorzeitig beendet

…dabei waren wir doch noch gar nicht fertig.

Da gibt man sich solche Mühe im Laufe der gesamten Saison genau so zu spielen, dass der Spannungsbogen möglichst lange aufrecht erhalten bleibt, und dann kommt Corona.

Dabei wollten wir am letzten Spieltag den eigenen Klassenerhalt in der Regionalliga mit einem spektakulären Heimsieg gegen den bereits sicheren Meister des VC Osnabrück festmachen, im bestmöglichen Fall so noch auf den vierten Tabellenplatz klettern und uns würdig von euch in die Sommerpause verabschieden.

Aber ob das Virus ­– was die Saison betrifft – im Endeffekt eher ein Gegner oder ein Mitspieler für uns war, bleibt abzuwägen. Mit dem 6. Tabellenplatz hatten wir uns bereits sicher von den direkten Abstiegsplätzen distanziert, doch mit etwas Pech hätten wir noch auf den Relegationsplatz abrutschen können, was weiteres Nervenflattern bedeutet hätte.  

Nachdem wir uns zu Beginn der Saison als neues Team aus Jung & Alt erst einmal kennenlernen mussten, steigerten wir uns fortan relativ konstant. Ein Wermutstropfen: Von sieben Tiebreaks gewannen wir nur zwei. Hätten wir uns dabei in den entscheidenden Phasen des ein oder anderen Spiels etwas weniger den Kopf zerbrochen, sondern einfach nur unsere eigentliche Coolness behalten, dann hätte die Tabelle bei Saisonende sicherlich noch etwas anders ausgesehen.

Aber auch wenn wir es letztlich wieder unnötig spannend gemacht haben, hatten wir doch sehr viel Spaß in der vergangenen Saison. Dank des grandiosen Einfalls von Trainer Ewald Derksen besondere Mottotage einzuführen, kamen wir aufgrund sensationeller Outfits einiger Spielerinnen kaum eine Trainingseinheit ohne Lachanfälle, die für zusätzlichen Bauchmuskelkater sorgten, aus. Erwähnenswert ist Jannika, die nach ihrem ersten Fauxpas (ein pinkes Shirt beim Black & White-Tag) besonderes Stilbewusstsein an den Tag legte und einige Kracher raushaute. Selbst unserer ersten Herren blieb unser Schabernack nicht lange verborgen und schnell versuchten sie uns nachzuahmen – allerdings weniger erfolgreich und nicht annähernd so glamourös. Jungs, falls ihr noch etwas Nachhilfe in Sachen Styling braucht, fragt uns doch einfach. 😉

Viel Spaß hatten wir auch mit dem vom Coach entwickelten und von uns perfektionierten Strafenkatalog: Pfostentreffer und Tunnel sollten unsere Mannschaftskasse klingeln lassen – und das taten sie. Jedes Training schaffte es eine Volleyballerin (oftmals Malin) zur Freude der Mitspieler den Klingelbeutel zu füllen.

Doch das nicht nur alles Gold ist, was glänzt, müssen wir am Ende der Saison wieder einmal feststellen. Einige Teammitglieder haben uns verlassen. Obwohl in den Kader einer erfolgreichen ersten Damen mindestens ein Hörsemann gehört, müssen wir uns leider vorerst sogar von Merle und Malin verabschieden. Auch unsere Top-Scorerin Larissa Claaßen, die uns die letzten Jahre so viele Siege beschert hat, wird fortan die Halle gegen den Sand eintauschen und als Beacherin von Hamburg aus neu durchstarten. Ihre Volleyballkarriere beendet hat Janina Depker – unserer Meinung nach viel zu früh. Denn unser Blockwunder hat länger als so manch eine Teamkollegin alt ist, aktiv in der ersten Mannschaft gespielt und dabei nicht nur mit ihrer körperlichen Größe geglänzt. Wir danken euch Vieren für eure jahrelange Unterstützung in eurem Heimatverein und hoffen, dass ihr uns trotzdem noch einige Male zumindest vom Spielfeldrand aus anfeuert.

Ebenfalls verabschieden müssen wir unser Trainerteam um Ewald Derksen und Philippe Quistorff. Zweiterer hat uns zwar gerne mal während des Trainings mit fiesen Bällen geärgert und sich dabei selbst immer tierisch gefreut, doch hat er uns als Co-Trainer auch immer wieder im besten französischen Akzent mit guten Tipps und seiner durchweg positiven Art bestärkt. Ewald hat mit vollem Engagement und Herzblut sein enormes Wissen und seine Erfahrung an uns weitergetragen und nicht nur den Jüngeren von uns technisch und spielerisch so einiges beigebracht. Jede Trainingseinheit, ganz egal ob mit drei oder zwölf Leuten, startete der gelernte Zuspieler topmotiviert mit dem Willen jede einzelne von uns zu verbessern und trotz aller Wehwehchen und Interessen hatte er immerzu ein offenes Ohr. Auch euch danken wir für die Zeit, die ihr im vergangenen Jahr unaufhörlich in uns investiert habt.

Und wo wir gerade bei den nachträglichen Danksagungen sind: Die gesamte Mannschaft möchte sich natürlich bei allen Helfern, Ballkindern, Anschreibern, Zuschauern und Fans für den Support in der vergangenen Spielzeit bedanken.

Und nun wagen wir einen Blick nach vorn:

Mit Theresa Bahr, Laura Fischer und Cathi Luker kehren gleich drei Ehemalige zurück in unsere Reihen. Außerdem stößt mit Gesa Kuna noch ein wenig mehr Erfahrung und Körpergröße zu uns dazu. Unsere Libera Kristina Gierke wechselt aufgrund der Volleyballnachwuchsgründung vom Spielfeld auf die Trainerbank und wird uns künftig als Co- und Fitnesstrainerin ordentlich ins Schwitzen bringen. Wie sehr bewies sie uns in den ersten Corona-Monaten mit wöchentlichen virtuellen Trainingseinheiten. Mittlerweile sind wir wieder live und in Farbe in der heimischen Halle. Da dies aber nicht alles ist, was Kristina so auf Lager hat, wird sie mit uns einige Mentaltrainings durchführen. So bewahren wir hoffentlich in knappen Spielsituationen einen kühlen Kopf und haben am Ende öfter mal die Nase vorn.

Ebenfalls nicht lange ohne uns hat es Meike Plegge ausgehalten, die nach einem Jahr Abstinenz nun erfreulicherweise wieder ihren alten Posten als Co-Trainerin übernimmt. Das Amt als Chef hat ab dieser Saison ein bei einigen Lintorfern bekanntes Gesicht inne. Jens Jäger ist bei den VfL-Senioren als Spieler aktiv und wird nun seine Trainererfahrung mit uns teilen. Mit welchem Pflichtbewusstsein er seine Aufgabe antritt, beweist er bereits vor Saisonbeginn. Er holte uns mit Gesa nicht nur eine sehr erfahrene Spielerin an Bord, sondern lud außerdem sein neues Team auf einen köstlichen Grillabend nach Minden ein. Teamgeist, sowie mannschaftsinterne Aktivitäten und ein gemeinschaftliches Saisonziel stehen bei ihm nämlich ganz oben auf der Liste.

Unser Ziel ist es schnellstmöglich gesund und munter in die Saison starten zu dürfen und euch alle wieder auf der gut gefüllten Tribüne im Volleydome begrüßen zu dürfen. Denn nach einer viel zu langen Volleyballpause wollen wir mit neuem Ehrgeiz, mehr mentaler Stärke und frischer Spielfreude die häufigen Samstagsspiele (die sonntags natürlich auch) gebührend und vor allem siegreich ausklingen lassen – mal in dem von uns kürzlich entdeckten Partykeller von Familie Groß oder in der bewährten heimischen Gaststätte!

Eure 1. Damen

 

Heimspiele

So, 20.09.2020 16:00 VfL Lintorf vs. SC Langenhagen

So, 25.10.2020 16:00 VfL Lintorf vs. SV Union Lohne

Sa, 31.10.2020 19:00 VfL Lintorf vs. SV Wietmarschen

Sa, 31.10.2020 19:00 VfL Lintorf vs. SV Spelle-Venhaus

Sa, 19.12.2020 19:00 VfL Lintorf vs. USC Braunschweig

Sa, 09.01.2021 19:00 VfL Lintorf vs. VfL Oythe II

So, 17.01.2021 16:00 VfL Lintorf vs. Tuspo Weende

So, 14.03.2021 16:00 VfL Lintorf vs. Oldenburger TB

 

 

Die Volleyballdamen des VfL Lintorf legten am vergangenen Sonntag einen Traumstart in die Regionalligasaison 2020/21 hin. Sie gewannen daheim im Lintorfer Volleydome deutlich mit 3:0-Sätzen (25:13, 25:17,25:11) gegen den SC Langenhagen.

Topmotiviert und glücklich, dass die Saison wie geplant und unter einigen Einschränkungen sogar mit Zuschauern losgehen konnte, starteten die VfLerinnen selbstsicher in den ersten Satz. Mit einer Aufschlagserie brachte Erika Kollweier die Annahme der Gäste von Anfang an ins Straucheln und sorgte für eine direkte 4:0-Punkteführung für ihr Team. Und auch ihre Mannschaftskolleginnen taten ihr gleich, sodass die Langenhagenerinnen immer mehr Punkte durch Annahmefehler an die Lintorferinnen abgaben. Auch im Angriff konnten die Gastgeber überzeugen und durch eine Mischung aus clever gelegten und hart angegriffenen Bällen kam auf der gegnerischen Seite kaum eine Feldabwehr zustande. Beim Spielstand von 17:9-Punkten für die Heimmannschaft sah sich der Trainer des SCL bereits gezwungen seine zweite Auszeit zu nehmen, welche aber keine Wirkung zeigte. Bis zum Satzende trat der VfL Lintorf selbstbewusst auf und ließ keine Zweifel daran, diesen noch abgeben zu können. Nach 24 Spielminuten war die erste Hürde mit einem Punktestand von 25:14 bereits genommen.

Doch waren die Gastgeber gewarnt, dass ihre Kontrahentinnen im nächsten Satz sicherlich mehr Gegenwehr zeigen würden und das Spiel keinesfalls ein Selbstläufer sein würde. So startete der zweite Satz ausgeglichener und vor allem der Block der Langenhagenerinnen sorgte auf Lintorfer Seite für zunehmend Probleme. Sie gerieten in einen vier Punkterückstand und Coach Jens Jäger sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese trug Früchte und mit enormen Kampfgeist fanden die Damen des VfL zurück in ihr Spiel und bewiesen die nötige Gelassenheit diesen Satz noch zu drehen. Wieder war es die Annahme der Hannoveraner die zunehmend wackelte und es traten immer mehr Abstimmungsprobleme auf. Die Chance wusste das Team um Libero Melanie Weinmeister zu nutzen und auch dieser Satz konnte nach ein paar Startschwierigkeiten letztendlich noch deutlich mit 25:17-Punkten gewonnen werden.

Auch im dritten und letzten Satz fanden die Gäste einfach nicht ins Spiel. Eine Aufschlagserie der später zum MVP gekürten Außenangreiferin Cathi Luker sorgte gleich zu Beginn für eine Vorentscheidung des Spiels, denn schnell ging sie mit ihrer Mannschaft wieder in Führung. Durch die stabile Annahme um Libero Melanie Weinmeister konnte Erike Kollweier ihr Zuspiel sehr variabel gestalten und verschaffte ihren Angreifern somit immer wieder Einer-Block Situationen, welche diese gnadenlos ausnutzten und die Bälle im gegnerischen Feld versenkten.

Nach insgesamt 80 Spielminuten konnten die Damen des VfL Lintorf ihren nahezu perfekten 3:0-Saisonauftakt im gut besuchten Lintorfer Volleydome feiern. „Es ist schön zu sehen, dass die Mädels sich dem Gegner in keiner Sekunde angepasst, sich immer auf sich konzentriert und einfach ihr Spiel durchgezogen haben. Einen besseren Start hätten wir nicht haben können und wir freuen uns sehr, dass trotz der vielen Auflagen so viele Zuschauer den Weg in die Halle gefunden haben. Beim nächsten Mal müssen wir ja fast noch mehr Plätze bereitstellen, viel mehr hätten nämlich nicht mehr kommen können.“ , resümiert Co-Trainerin Meike Plegge sichtlich glücklich nach dem Sieg.

Am kommenden Samstag, den 26.09.2020 geht es für die Mannschaft dann zum Aufsteiger dem VfL Oythe II, bei dem sie unbedingt an ihre Leistungen anknüpfen und am Ende mit drei Punkten im Gepäck wieder die Heimreise antreten wollen.

Für den VfL aktiv: Theresa Bahr, Jannika Groß, Jana Derksen, Erika Kollweier, Linda Hinsken, Anne Maaß, Marie Koopmann, Gesa Kuna, Cathi Luker, Melanie Weinmeister, Laura FischerWhatsApp Image 2020 09 20 at 17.29.31

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