Sackstarke Fünfte deckt Schwächen der „Fantastischen Vierten“ auf
Das war ein ganz enges Höschen für die „Fantastische Vierte“ im Viertelfinale des Bezirkspokals gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Was sich auf den ersten Blick nach einem klaren 3:0 anhört, ist beim zweiten Blick auf die Satzergebnisse (26:24; 25:10; 27:25) ein glücklicher Sieg gegen ein hochmotiviertes Team der fünften Herren.
Schon in der Einspielphase beschlich den neutralen Betrachter der Eindruck, dass die Einstellung der um den Einzug ins Final-Four kämpfenden Mannschaften etwas differenziert zu betrachten ist. Während die „Jungen Wilden“ von Trainer-Fuchs Dietrich in ihrem Elan kaum zu bremsen waren, wirkten die in der Liga noch ohne Satzverlust dastehenden Spieler um Libero Jonah Fricke deutlich weniger angefixt. Mit zwei tollen Liga-Auftritten im Nacken kann einerseits das Selbstvertrauen wachsen, andererseits ist es auch nur ein kleiner Schritt zur Überheblichkeit.
Die kann man der Bez.-Liga Truppe sicherlich nicht grundsätzlich vorwerfen, wohl aber die fehlende Einstellung. Und die wollte sich auch trotz des deutlich gewonnen zweiten Satzes während des gesamten Spiels nicht einstellen. Wegen der mahnenden Worte von Trainer Patrick, trotz der mangelnden Corona-bedingten Spielpraxis einiger Aktiver und der wirklich sehr guten Leistung des Gegners musste man mehr erwarten, aber es kam kein wirklicher Spielfluss zustande, weil sich viele einfache Fehler einfach immer wieder häuften! …und die zogen sich wie ein roter durch alle Elemente des Spiels, beispielhaft sei hier nur der Aufschlag erwähnt, echt gruselig! Was passieren kann, wenn der mal wirklich richtig optimal kommt, zeigte sich in Satz zwei nach der Aufschlagserie von „Eisenfaust“ Niklas.
Im Final-Four-Turnier am Samstag, dem 07.05. (möglicherweise im Volleydome) trifft die „Fantastische Vierte“ nun zunächst auf den Sieger der Partie zwischen VSG Melle-Westerhausen II und TuS Bersenbrück III. Wenn man aus diesem Spiel gegen die starke Fünfte seine Lehren zieht, sicher eine durchweg machbare Aufgabe. Im möglichen Endspiel stünde man dann dem TuS Bersenbrück II, VfR Voxtrup, den Tecklenburger Land Volleys oder dem OSC gegenüber.
Das Schiedsgericht (und das Foto-Team)
Ein ganz dickes Dankeschön von beiden Mannschaften geht an dieser Stelle nochmal an das ausgesprochen engagierte und gutaussehende Schiedsrichterteam. Das ihr euch sofort bereit erklärt habt, uns zu unterstützen, ist wirklich total klasse. Danke an Gillian, Anske, Nele und Woldo! Warum die Freude über den 24:25 Rückstand der „Fantastischen Vierten“ im finalen Satz allerdings von den „Unparteiischen“ so offenkundig dokumentiert wurde, erschließt sich dem neutralen Beobachter nicht so ganz! Da müsste man sicher nochmal drüber sprechen
Ein weiteres Danke geht an das Foto-Team aus Jette und Lena, auch wenn dem Berichterstatter bei der Durchsicht der Fotos aufgefallen ist, dass die „jungen Wilden“ doch erheblich öfter abgelichtet wurden!
…aber das sind ja auch wirklich gutaussehende Jungs, oder was meint ihr Drei?
Der Ho-Mann
Zum „Ho-Mann of the Match” wurde diesmal der rüstige Mitt-Fünfziger Hardy gewählt (vom gegnerischen Trainer). Sichtlich gerührt nahm er die Trophäe in Empfang, ein 500 ml-Glas Salat-Mayonnaise mit Öl und Ei aus Deutschland, überreicht durch Ho-Mann-Vorgänger und Spielertrainer Patrick. „Nach der Geburt meiner Tochter und der Hochzeit mit meiner lieben Frau sicher einer schönsten Tage in meinem Leben“, so der Barkhauser anschließend mit brüchiger Stimme und feuchten Augen. „Ich bedanke mich bei meinem Team, dem Trainer und natürlich meiner Frau, die mir immer den Rücken frei gehalten hat und ohne die so ein Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Danke!“