Auch in ihrem letzten Drittliga-Spiel musste die erste Volleyballdamen des VfL Lintorf wieder eine knappe Niederlage einstecken.
Gegen den ASV Senden unterlagen sie vor heimischer Kulisse mit 2:3-Sätzen (25:19, 20:25, 19:25, 25:23, 10:15). Dabei erwischten die Gastgeber keinen guten Start. Bei einem 1:5-Rückstand sah sich Trainer Stefan Engelke gezwungen seine erste Auszeit zu nehmen. Dadurch wurde sein Team etwas wachgerüttelt und fand so langsam ins Spiel. Bis zur Mitte des Satzes nahmen die Lintorferinnen die Verfolgung auf, bis Larissa Claaßen sich zum Aufschlag begab.
Mit einer Aufschlagserie von sieben Punkten, davon fünf Asse, gelang es der Außenangreiferin ihre Mannschaft in Führung zu bringen, welche sie nicht mehr abgegeben haben. In den Sätzen zwei und drei zeigten sich die Gäste allerdings stärker und setzen Lintorfs Annahme zunehmend unter Druck, weshalb die Zuspieler Erika Weinmeister und Merle Hörsemann das Spiel nicht variabel genug gestalten konnten und oft nur eine Option für den Angriff hatten. In beiden Sätzen hatten die Sendenerinnen die Nase vorn und gingen mit 2:1-Sätzen in Führung. Im darauffolgenden Satz gelang es den VfLerinnen unter lautstarker Unterstützung des heimischen Publikums den Spieß nochmal umzudrehen und sich eine fünf Punkte Führung aufzubauen. Doch die Konkurrenz wollte sich nicht aufgeben und glich zum 20:20-Stand aus. Ein letztes Mal in dieser Saison sollten die Zuschauer in einer hart umkämpften Endphase nochmals voll auf ihre Kosten kommen. Nach 25:23-Punkten für die Lintorfer ging es dann in den entscheidenden Tiebreak. Aber wie schon so oft in dieser Saison wirkten die Gastgeber plötzlich wieder zu unsicher und nervös und gerieten viel zu schnell bis auf 4:10-Punkten in einen deutlichen Rückstand. Zwar gelang es ihnen sich bis auf 9:12-Punkten nochmal Spannung aufzubauen und sich ranzukämpfen, doch für einen Sieg hat es dabei leider nicht mehr gereicht. Nach 129 Spielminuten hieß der Sieger der beiden Drittliga-Absteiger: ASV Senden.
Diese Niederlage ließ die Lintorferinnen allerdings nicht mehr in Wehmut verfallen. Die Fans im Lintorfer Volleydome sahen zum Abschluss nochmal eine spannende Drittligapartie bei dem alle Spielerinnen zum Einsatz kamen und sich der VfL Lintorf noch einen letzten Punkt in der Saison sichern konnten.
Im Anschluss an die Partie blieb das Publikum noch eine Weile in der Halle, denn es standen noch ein paar Highlights an. Neben einigen Danksagungen an den Vorstand, sowie an alle Helfer und Fans gab es noch eine kleine „Helferparty“. Zur Belohnung an Lintorfs treusten Fans kam es noch zur Verlosung einiger toller Preise wie Kinogutscheine, Handtücher und Dauerkarten für die Saison 2019/20. Jürgen Klostermann und Dana Müller bewiesen dabei besondere Treue. Beide konnten ihre Stempelkarten komplett füllen, nahmen also an jedem Heimspiel der ersten Damen und ersten Herren teil.
Zum Abschluss eines gelungenen letzten Spieltages musste sich das erste Damenteam leider noch von drei Mitgliedern verabschieden. Mittelblockerin Alessandra D’Argento verabschiedet sich beruflich bedingt in die zweite Damenmannschaft des VfL. Auch das Trainerteam Stefan Engelke und Meike Plegge wird die zukünftigen Regionalligadamen nicht mehr betreuen. Engelke bleibt dem Verein weiterhin erhalten, will allerdings nach zwei Jahren Trainerdasein wieder etwas kürzer treten, zumal er sein Amt eigentlich nur eine Saison übernehmen wollte. Auch Co-Trainerin Meike Plegge wird als fester Bestandteil im VfL Lintorf mit Sicherheit auch weiterhin aktiv im Verein bleiben. Mit Ewald Derksen wurde für die Zukunft bereits ein adäquater Ersatz gefunden, der bereits einen festen Stammkader für die kommende Saison zur Verfügung hat. Hinter der ein oder anderen Spielerin steht beruflich bedingt zwar noch ein Fragezeichen, doch will das Team sich in der nächsten Saison wieder neu beweisen und ganz oben mitspielen.
Für den VfL aktiv: Merle Hörsemann, Jannika Groß, Marie Koopmann, Janina Depker, Linda Hinsken, Anne Maaß, Malin Hörsemann, Alessandra D’Argento, Larissa Claaßen, Erika Weinmeister, Laura Fischer