Akki präsentiert in Lintorf einmal mehr sein gewandeltes Image
„Sei Du selbst“, sagt Akki mit seiner sonoren, Vertrauen einflößenden Stimme auf die Frage nach dem Kompass für das weitere Vorgehen. Und man nimmt ihn ernst. Sätze wie diese sind bei ihm keine Phrase, sondern verblüffende Realität: Mit 55 Jahren ist Akki die Autorität, die vor drei oder vier Jahrzehnten wirklich niemand in ihm gesehen hätte. Der ehemalige Vokuhila-Posterboy wird als kompetenter Ansprechpartner verehrt.

Vor vielen Jahren hat Akki die schlichte Entscheidung getroffen, sich von seiner damals hochmodischen Friese zu verabschieden – und sich damit neu erfunden. Die Wirkung seiner jetzt schon nicht mehr ganz neuen Frisur ist überwältigend. Der Poster-Boy mit der wallenden Mähne war buchstäblich eine Maske. Ohne Nacken-Spoiler ist Akki ein anderer. Die jetzige Frisur signalisiert neben Kompetenz auch ein gehöriges Maß an Empathie: Ihr könnt mit Euren Problemen und Fragen gerne zu mir kommen, ich werde mich darum kümmern.
Gleichzeitig gibt die Frisur auch etwas anderes preis: Akkis eigene Geschichte. Die 1980er und 90er waren eine Zeit, in der man als Sexsymbol nicht nur bewundert wurde. Man hatte auch einiges an Sprüchen zu ertragen. Die Frisur als Witz, das war so selbstverständlich, dass sogar der Betroffene es mitgemacht hat. Der agile Barkhauser wird mit dem Ausspruch zitiert: „Vorne Business, hinten Party“ oder auch „Wer braucht schon eine Frisur bei einem Körper wie diesem“. 35 Jahre später fragt man sich, worüber man da nur gelacht hat.
Nachdem Akki mit der Vokuhila auch das Image des Poster-Boys abgelegt hat, ist sein Rat gefragter denn je. „Früher musste ich mir anhören, ich sei zu geleckt, ein Schönling, das hat jetzt schon länger keiner mehr gesagt.“
Seit 2013 richten sich endgültig alle Blicke auf den eloquenten Macher vom Pfarrweg. In diesem Jahr übernimmt er mit zwei Mitstreitern die Volleyball-Abteilungsleitung beim VfL Lintorf. Seitdem steht er im Fokus und hat sich stetig zur Volleyball-Manager-Ikone hochgearbeitet. Seine Einschätzungen und Ratschläge sind hochgeschätzt. Neben den reinen Sachargumenten ist er jemand, der auch immer das Menschliche und Soziale in seine Expertisen einbezieht. Seine Empathie oder anders gesagt, seine Fähigkeit, sich in die Gedankenwelt anderer zu versetzen, wird weithin gerühmt. Seine Umarmungen -die sogenannten Akki-Drücker- sind fester Bestandteil seines Begrüßungs- und Verabschiedungsrituals und signalisieren auch körperlich: Hier ist einer der sich kümmert!
Für das pausenlose Wühlen in seinen Gedankenwelten und in denen jener, die ihm vertrauen, zahlt der nimmermüde Enthusiast allerdings mit zahlreichen schlaflosen Nächten einen hohen Preis! Seine Gesundheit hat bereits einen Knacks erhalten. Dennoch kann er nicht gegen seine ureigene Natur handeln und denken. Seine Abteilung, und zwar jeder Einzelne, steht bei ihm im Vordergrund. Er selber stellt sich und seine Gesundheit (leider!) hinten an.
Ein Macher, wie es sie nur noch ganz, ganz selten gibt!

