Zum Abschied sechs Punkte für Mark
Einmal noch im Trikot der „Fantastischen Dritten“ jubeln, dann hieß es „Ciao, Mark“. Der Ex-Deutsche Meister, Ex-Europameister und Ex-Zweitligaspieler hat in seinem letzten aktiven Volleyball-Pflichtspiel das gemacht, was er am besten kann: gewinnen!

Die VfL-Institution hat im Alter von gerade mal 34 Jahren sein letztes Spiel für Lintorf bestritten und danach die Schuhe endgültig an den Nagel gehängt, der Körper macht einfach nicht mehr mit. Beim Sieg gegen den OTB II stand der technisch enorm versierte Instinkt-Volleyballer zum (voraussichtlich) allerletzten Mal aktiv auf dem Feld, das bisher einen Großteil seines Lebens ausgemacht hat. Fans und Mitspieler bereitetem dem hoch-veranlagten Vollblut-Zocker anschließend einen ausgesprochen emotionalen Abschied, einige Augen wurden feucht. Seine zahlreichen Erfolge hier nochmal aufzuführen, dafür bietet das Internet einfach nicht genug Platz.
Auch wenn seine Einsätze in letzter Zeit wg. diverser körperlicher Baustellen in der Häufigkeit rapide abgenommen haben, wollte er sich diesen einen letzten Auftritt vor heimischem Publikum nicht nehmen lassen. Und wieder einmal hat er in seiner unnachahmlichen Art die Annahme stabilisiert, Verantwortung übernommen und der ganzen Mannschaft mit seiner Ausstrahlung Sicherheit und Selbstvertrauen gegeben. Und dass, obwohl sein „Körper ein Wrack ist“ (O-Ton Mark).
Natürlich hatte der in dieser Saison hauptsächlich als Trainer agierende Lintorfer Junge bereits offen kommuniziert, dass dieser Samstag derjenige sein würde, an dem er seine Schuhe das letzte Mal schnüren und damit eine ganz große Karriere beenden würde. Man war also vorbereitet. Hochemotional war es trotzdem.
Mark hat sich bereits zu seiner Zukunft geäußert. Er bleibt weiter in der Verantwortung beim VfL-Volleyball und wird die Erste Damenmannschaft übernehmen.
„Es war mir immer eine Ehre, das Trikot des VfL zu tragen, egal in welchem Alter, in welcher Liga und in welcher Mannschaft. Der Sport hat mir immer viel bedeutet und auch menschlich geformt. Ohne Volleyball wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich werde die Zeit niemals vergessen.“ Unterdessen hob Abteilungsleiter Akki Marks Qualitäten als Mensch und immer verlässlicher Freund hervor. „Er hat in allen Mannschaften, in denen er gespielt hat, immer Leidenschaft, Herzblut und Engagement investiert, und das über das normale Maß hinaus. Ein Vorbild für alle!“
Neben diesem Abschied fielen die beiden Heimsiege gegen Wildeshausen (3:0/ 26:24; 25:22; 25:12) und OTB II (3:1/ 25:23; 19:25; 25:17/ 25:23) kaum ins Gewicht, sollen hier wg. der Chronistenpflicht aber auch nicht verschwiegen werden. Natürlich ging auch der „Goldene Hammer“ an diesem besonderen Tag ein letztes Mal an den scheidenden Ausnahmekönner….

…bevor die Volleyballschuhe anschließend endgültig an den Nagel bzw. an das Schutzgitter des Rauchmelders gehängt wurden.

Er wird fehlen!

